Wenn es „knackt“ in der Leitung
Moderne Kommunikation hat zwar viele Vorteile und Möglichkeiten, aber auch einige Tücken und Lücken.
Hallo, hören Sie mich?
Die wohl meistgestellte Frage zu Beginn eines Telefongesprächs. Oder: Ich kann Dich nicht hören, Du bist so abgehackt, weit weg, es stört ein Echo.
Die Tücken der Telefonie von Heute haben es in sich. Das Gute vorab, es lässt sich meist verbessern, doch dazu später.
Warum VoIP?
Über die Zeit hat sich die traditionelle Telefonie gewandelt und zwar von der alten Zweidraht-Leitung zu VoIP, Voice over IP und damit aufs Internet.
Die Gründe sind manigfaltig und nicht minder komplex. Die alten Netze sind dem neueren Internet gewichen, man erhoffte sich mehr Flexibilität, zusätzliche Nutzen und weniger Kosten.
Das Telefon ist ein Computer
Die wohl eindrücklichste Neuerung seit VoIP, ist die ortsunabhängige Flexibilität der Festnetz-Nummer. Man ist immer erreichbar, ob bei Freunden, im Hotel, an einer Messe oder im Zug.
Da sich das Telefon wie ein Computer verhält, braucht es nur mit dem Internet verbunden zu sein, die Technik regelt den Rest. Damit stellt man also auch bei Festnetz-Gesprächen die Frage, wo sich das Gegenüber denn gerade befindet.
Es benötigt nur eine stabile und qualitativ gute Internet-Verbindung.
Gut ist nicht gut genug!
VoIP bedeutet, dass Sprache in Datenpakete gewandelt und danach verschickt werden. Damit werden bei einem Gespräch also mehrere Dokumente produziert und von A nach B transferiert.
Geht ein Dokument verloren, weil z.B. das WLAN einen kurzen Unterbruch hat, fehlen ganze Worte oder Sätze, das Gespräch wird schwierig, im schlimmsten Fall gar unmöglich.
Damit wird deutlich, dass für Gespräche eine gewisse Verbindungs-Qualität vorhanden sein muss. Die Nähe zum WLAN-Sender wird dadurch nicht unbedeutender.
LAN-Kabel vor WLAN
Faustregel: Hat man die Wahl, sollte man immer ein LAN-Kabel verwenden und damit den Laptop oder das Telefon so direkt wie möglich am Internet betreiben.
Fehlt die Möglichkeit von Kabeln, ist darauf zu achten, dass man sich so nahe wie möglich am WLAN-Sender aufhält.
WLAN kann, muss aber nicht „roamen“
Roaming kennt man seit Jahren vom Handy und erlaubt dem Nutzer, sich während des Gesprächs (meist unterbrechungsfrei) zu bewegen. Zu Fuss, im Zug, Flugzeug oder mit dem Auto.
Wenn das Gespräch nun auf WLAN stattfindet und die Abdeckung nicht genügt oder die Access-Points nicht dafür ausgerichtet, bzw konfiguriert wurden, kommt es zwangsläufig zu Störungen.
Im Zweifelsfall ans Kabel
Sich ungehalten über die Technik ärgern, hilft selten weiter. Sich dauernd entschuldigen, man hätte schlechten Empfang kostet auf die Dauer und hochgerechnet sehr viel Zeit.
Tipp: Kurz vorbereiten, die Verbindung(en) und den Standort überprüfen, dann „knackt“ es auch weniger in der Leitung.
Das eigentliche Gespräch kann wieder ins Zentrum rücken.
Noch Fragen? – Fragen!
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